Sexualtherapie in Winterthur
Einblicke in meine Praxis

von Franziska Ziegler · 15. Juli 2025

Was ist Sexualtherapie?

Sexualtherapie ist weder reine Psychotherapie und noch reine Körpertherapie – sie bewegt sich irgendwo dazwischen. Sie bietet Einzelpersonen, Paaren sowie Menschen in offenen Beziehungsmodellen einen sicheren Raum, um über ihre Schwierigkeiten im Bereich der Sexualität zu sprechen. Je nach Anliegen fokussiert sich die Sexualtherapie mehr auf körperliche, auf emotionale oder psychologische Aspekte. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Therapeut*innen unterschiedliche Zugänge und Methoden in ihrem Repertoire haben. In meiner Praxis für Sexualtherapie in Winterthur arbeite ich mit dem sexualtherapeutischen Ansatz «Sexocorporel», der Traumatherapie «Somatic Ego State Therapie» und körpertherapeutischen Zugängen (Feldenkrais, Lu Jong Yoga, Atemtechniken, Faszienarbeit etc.)

In der Sexualtherapie helfen also einerseits geführte Gespräche, sich selbst und die eigenen sexuellen Bedürfnisse besser zu verstehen, andererseits unterstützen individuell angepasste Körperübungen Klient*innen dabei, ihre sexuellen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern.

Was sind häufige Gründe für den Besuch einer Sexualtherapie?

  • Körperliche und psychische Herausforderungen
    Sexuelle Probleme können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Körperliche Herausforderungen wie beispielsweise Erektionsstörungen, Orgasmusprobleme, vorzeitiger Samenerguss, Vaginismus oder Schmerzen beim Sex können das sexuelle Erleben ziemlich beeinträchtigen. Mit diesen Beschwerden und erlebten Begrenzungen sind oft auch negative Gefühlen wie Frust oder Scham verbunden, die wiederum zu einem Rückzug aus der sexuellen Beziehung führen können. Auch Alltagsstress, Ablenkbarkeit, Ängste, Unsicherheiten oder dranghaftes Erleben können sich negativ auf das sexuelle Verlangen und die intime Verbundenheit auswirken. Sexualtherapie kennt wirkungsvolle therapeutische Methoden, um Menschen bei solchen sexuellen Herausforderungen zu begleiten.
  • Sexuelle Lustlosigkeit
    In langjährigen Beziehungen verabschiedet sich recht häufig die anfängliche Leidenschaft und sexuelle Langeweile und Lustlosigkeit nehmen Einzug. Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse und Erwartungen, unausgesprochene Wünsche sowie zu viel Vertrautheit und Nähe können zu emotionaler und sexueller Distanz führen. Eine Sexualtherapie kann Paare und Einzelpersonen dabei unterstützen, sexuelle Wünsche zu kommunizieren, Unterschiede gegenseitig zu verstehen und miteinander neue Wege auszuprobieren.
  • Veränderungen durch Alter, Krankheit oder Lebensumstände
    Die Sexualität kann sich auch durch das Älterwerden, durch Krankheiten oder durch veränderte Lebensumstände wandeln. Altersbedingte körperliche Veränderungen, hormonelle Schwankungen oder chronische Erkrankungen können die sexuelle Funktion und das sexuelle Begehren beeinflussen. Ebenso können einschneidende Lebensveränderungen wie der Verlust eine*r Partner*in, eine Geburt oder beruflicher Stress die Sexualität belasten. Diese Veränderungen bedeuten jedoch nicht das Ende einer erfüllten Sexualität. In der Sexualtherapie gewinnen Betroffene wieder Vertrauen in ihren Körper und lernen, mit den neuen Gegebenheiten umzugehen.
  • Traumatische Erlebnisse, die sich auf die Sexualität auswirken
    Schambehaftete Kontexte, sexualisierte Übergriffe oder andere Formen von Gewalt können sich erheblich auf die Sexualität auswirken. Die Betroffenen leiden dabei unter Ängsten, Schamgefühlen oder einer gestörten Wahrnehmung des eigenen Körpers. Solche Erlebnisse können das sexuelle Verlangen hemmen, Intimität erschweren oder zu starken emotionalen Reaktionen beim Versuch führen, sexuelle Nähe zuzulassen. In der Sexualtherapie wird ein sicherer Raum geschaffen, in dem mit solchen Erlebnissen behutsam und traumasensitiv umgegangen wird.

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Woran erkenne ich, ob ich eine Sexualtherapie brauche?

Die folgenden vier Fragen zur Selbstreflexion helfen dabei, zu erkennen, ob eine Sexualtherapie sinnvoll sein könnte:

  • Erlebe ich körperliche oder emotionale Barrieren, die es mir erschweren, sexuelle Nähe zu geniessen?
  • Fühle ich mich in meiner Sexualität häufig unzufrieden oder frustriert, weil meine sexuellen Bedürfnisse nicht erfüllt werden?
  • Vermeide ich sexuelle Interaktionen aufgrund von Ängsten, Schmerzen oder negativen Erfahrungen?
  • Fällt es mir schwer, offen und ohne Scham über meine sexuellen Wünsche oder Probleme zu sprechen?

Welche Vorteile bietet eine Sexualtherapie?

Umgang mit sexuellen Herausforderungen und Tabus sowie Verbesserung der Kommunikation: In der Sexualtherapie werden sexuelle Probleme oder Tabuthemen in einem sicheren und wertfreien Rahmen angesprochen. Das hilft, Hemmungen abzubauen und kreative Lösungen für bestehende Schwierigkeiten zu finden. Offenes Sprechen über sexuelle Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen stärkt das eigene Selbstvertrauen und das Verständnis füreinander. Dadurch wird die emotionale und körperliche Intimität gefördert.

Verbesserung der sexuellen Selbstwahrnehmung und des Bezugs zum Körper: Viele Menschen entwickeln durch Sexualtherapie ein positiveres Körperbild und mehr Vertrauen in ihre Sexualität. Dies kann das Selbstbewusstsein im Umgang mit dem eigenen sexuellen Erleben deutlich steigern und einen neuen, liebevollen und stolzen Zugang zum eigenen sexuellen Körper ermöglichen.

Steigerung der Intimität und emotionalen Bindung: Sexualtherapie kann dabei helfen, wieder mehr Nähe und Verbundenheit in einer Partnerschaft zu schaffen. Durch das Erlernen neuer Wege zur Intimität wird die Beziehung in der Regel gestärkt und vertieft.

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