Sexuelle Unsicherheiten und Angst vor dem ersten Mal

Schmerzen beim Sex

Verstehe die Logik hinter dem Schmerz und entwickle Schritt für Schritt ein entspannteres Körpergefühl. Sexualtherapie in Winterthur.

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Franziska Ziegler, Traumatherapie in Winterthur

Ich bin Franziska Ziegler (sie/ihr)
Sexologin M.A. · Klinische Sexologin iSi

Bei mir bekommst du einen vertrauensvollen Raum, in dem du dich zeigen darfst, wie du bist. Schmerzen beim Sex sind kein Zufall und kein Versagen deines Körpers – sie haben eine Funktion, und die lässt sich verstehen und verändern. Gemeinsam stärken wir deinen Bezug zu deinem Körper und deine Selbstwirksamkeit, mit Methoden aus der körperorientierten Sexual- und Traumatherapie.

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Kommt dir das bekannt vor?

  • Sex tut weh, und du lässt «es einfach über dich ergehen».
  • Der Schmerz kommt, obwohl du feucht genug bist.
  • Du meidest Nähe, weil du dich vor dem nächsten Schmerz fürchtest.
  • Du hast schon viele medizinische Abklärungen gemacht, nichts hat dich weitergebracht.
  • Du hast das Gefühl, allein damit zu sein.

 


Du bist es nicht: Schätzungen zufolge leiden bis zu 20% der Frauen im Laufe ihres Lebens unter Schmerzen beim Sex – auch Männer sind betroffen.

Warum das passiert

Schmerz ist oft ein Zeichen dafür, dass sich dein Körper schützen will – vor etwas, das sich unsicher anfühlt, vor Überforderung, Angst oder alten Erfahrungen. Manchmal ist es auch ein gelerntes Muster: Der Beckenboden spannt sich automatisch an, ganz ohne bewusste Kontrolle. So entsteht oft ein Kreislauf – Schmerz führt zu Anspannung, Anspannung verstärkt den Schmerz.

Wichtig zu wissen: Der Schmerz ist nicht falsch. Er zeigt, dass dein Körper gerade versucht, mit etwas umzugehen. Genau da setzt die Therapie an – nicht nur, um den Schmerz zu lindern, sondern um die zugrunde liegenden Muster zu verändern.

Was dir helfen kann

  • Bei direkten Ursachen: Anwendung eines Gleitgels oder Öls, regelmässiges Eincrèmen der Vulva beziehungsweise des Anus mit pflegenden Substanzen
  • Verzicht auf Penetration für die Therapiezeit (ca.2–3 Monate) oder Veränderung der Sexualpraktiken 
  • Reduktion von Stress, Sport und Bewegung (Spazieren, Tanzen), ausreichend guter Schlaf
  • Entspannungstechniken wie Massagen, Yoga oder Meditation
  • Beckenbodenphysiotherapie
  • Besseres Körpergefühl entwickeln und einen liebevollen Bezug zum Geschlecht aufbauen
  • Neue, entspanntere Formen der Erregung lernen
  • Hilfreiche Gedanken und innere Bilder aufbauen

 

So kann Sexualität Schritt für Schritt wieder als sicher, selbstbestimmt und lustvoll erlebt werden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Schmerzen im Becken können auch andere Ursachen haben – etwa Endometriose, Narben nach der Geburt, Lichen Sclerosus oder Infektionen. Deshalb arbeite ich bei Bedarf eng mit Gynäkolog*innen, Urolog*innen und spezialisierter Beckenbodenphysiotherapie zusammen. Bestehen die Schmerzen schon länger, braucht Besserung oft etwas Geduld – aber du hast gute Chancen, zu einer erfüllten, freudvollen Sexualität zu finden.

Praxis direkt beim Bahnhof Winterthur · Paulstrasse 5, 8400 Winterthur


Häufige Fragen

Ist es normal, dass die Frau beim Sex Schmerzen hat?

Schmerzen beim Sex sind keine Seltenheit. Sehr viele Frauen erleben das im Laufe ihres Lebens. Schmerz hat immer eine Funktion und ist dadurch ein Zeichen dafür, dass der Körper unter Anspannung steht oder sich nicht sicher genug fühlt. Man könnte sagen: Schmerz ist kein gewünschter Zustand, aber ein verständliches Signal des Körpers.

Die gute Nachricht: Wenn wir die Hintergründe verstehen, können wir das Empfinden meist gut verbessern und mehr Entspannung, Sicherheit und Lust gewinnen.

Warum tut es beim Sex weh, obwohl ich feucht genug bin?

Feuchtigkeit allein erklärt nicht, ob Sex angenehm ist oder nicht. Auch wenn du «genug feucht» bist, kann Sex weh tun, weil noch andere Faktoren eine Rolle spielen:

  • Spannung im Körper
    Wenn der Beckenboden angespannt ist (oft unbewusst), kann sich die Vagina enger anfühlen. Das kann Reibung oder Druckschmerz verursachen, unabhängig von der Feuchtigkeit.
  • Innere Anspannung oder Unsicherheit
    Wenn du dich nicht ganz sicher, entspannt oder bei dir fühlst, reagiert der Körper oft mit Schutz, z. B. durch Zusammenziehen.
  • Erregung und Feuchtsein
    Feucht sein bedeutet nicht automatisch, dass dein Körper wirklich bereit ist. Zur sexuellen Bereitschaft gehören auch: gute Durchblutung, Weite und Dehnbarkeit, ein inneres Ja-Gefühl.

Welche Ursachen haben Schmerzen beim Sex bei Männern?

Schmerzen beim Sex bei Männern können verschiedene Ursachen haben. Häufig spielen körperliche Faktoren eine Rolle (z. B. Reizungen, Entzündungen oder Verspannungen im Beckenboden).

Gleichzeitig können auch Anspannung, Stress oder Leistungsdruck dazu führen, dass sich der Körper nicht ausreichend entspannt, was Schmerzen begünstigt.

Wichtig ist: Die Ursachen sind oft gut erklärbar und in vielen Fällen behandelbar.

Kann ein langer oder breiter Penis beim Vaginalverkehr Schmerzen machen?

Ja, das kann passieren. Erst mit der Steigerung der Erregung stellt sich in der Vagina ein sogenanntes Tenting ein, bei dem der Raum innerhalb der Vagina grösser (ca. 2 cm), breiter und feuchter wird. Viele Penisgrössen haben dann perfekt Platz. Ist der Penis jedoch sehr lang, kann er an den Muttermund stossen, was weh tun kann.

Dann ist es wichtig, langsamer zu werden, sich in einem gemeinsamen Rhythmus zu bewegen, mit dem Becken geschickt zu schaukeln und über verschiedene Stellungen auszuprobieren, was sich wohlig anfühlt.


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